Wildflusslandschaft der Mur in Kroatien (Foto: Arno Mohl, WWF Österreich).





WWF Kooperation

 

Gemeinsam für unsere Natur.

UNESCO-BIOSPHÄRENPARK.

Der künftige UNESCO-Biosphärenpark "Mur-Drau-Donau" vereint auf ca. 800.000 Hektar rund 20 lokale Schutzgebiete unter einem Dach. Österreich, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Serbien haben Anteile an Europas größtem Flussschutzgebiet.

Das 700 Kilometer lange Auenband beginnt an der steirischen Grenzmur bei Spielfeld. Nach der Einmündung der Mur in die Drau in Kroatien erstreckt sich die Flusslandschaft entlang der Drau bis zum Zusammenfluss mit der Donau bei Osijek und umschließt die Donauauen im Dreiländereck Kroatien-Serbien-Ungarn.

Der WWF kämpft bereits seit den 90er Jahren für den Erhalt dieses einzigartigen Flusssystems, "das den Vergleich mit dem Amazonas nicht zu scheuen braucht", wie Projektleiter Arno Mohl es formuliert.

Schon seit Jahren ist ASAMER bei diesem ehrgeizigen Vorhaben dabei. Die Deklaration aller Länder ist ein wichtiger Meilenstein. "Wir freuen uns, einen Beitrag zu einem der größten Naturschutzprojekte Europas leisten zu können!", unterstreicht Manfred Asamer die Bedeutung des Projektes.

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Artikel "Eine Vision wird Wirklichkeit"

Projekt Biosphärenpark - "Amazonas Europas"

Partnerschaft WWF - Asamer


Asamer – WWF – V.I.N.C.A.

Die Harmonisierung von wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten bei der Nutzung der Abbaustätten ist zu einem wichtigen Prinzip von Asamer geworden. Dieses Ziel wird durch enge Zusammenarbeit mit Umweltschutzorganisationen erreicht. Gemeinsam mit WWF Österreich und dem Institut für Naturschutzforschung und Ökologie V.I.N.C.A. initiierte Asamer bereits mehrere Projekte zur besseren Nutzung von Kiesgruben und Steinbrüchen.

2005 gab Asamer den Auftrag zur Studie „Biodiversitäts- und Potentialerhebung an vier ausgewählten Abbaustandorten“.
V.I.N.C.A. untersuchte den Ist-Zustand der genutzten Gebiete und erhob und kartierte den Bestand aller vorkommenden Pflanzen- und Tierarten. Unter der fachkundigen Projektleitung durch den WWF wurden die Abbaustandorte hinsichtlich ihrer Sensibilität genauestens analysiert und die bisher gesetzten Maßnahmen bewertet.
Wenn bestimmte naturschutzfachliche Rahmenbedingungen erfüllt sind, können Schottergruben und Steinbrüche für die Erhaltung der biologischen Vielfalt von besonderem Wert sein oder sie haben zumindest keine nennenswerten Auswirkungen auf sie. Das trifft auf drei der vier untersuchten Standorte zu: Das Ökologische Gleichgewicht ist hergestellt, und die Artenvielfalt in Fauna und Flora konnte teilweise sogar erhöht werden.

Der vierte Standort wurde als besonders sensibel bewertet, zeichnet sich durch einen besonders hohen Artenreichtum in allen untersuchten Organismengruppen aus und ist zudem Lebensraum zahlreicher stark gefährdeter Arten. Ein Maßnahmenkatalog zur größtmöglichen Schonung des Gebietes wurde erarbeitet und dient Asamer als Leitfaden, der ambitioniert verfolgt wird. Dabei werden bestimmte Teile des Gebietes in Brutzeiten geschont, grobe Erdarbeiten zeitweise eingestellt und Freizeitaktivitäten generell auf bestimmte Abschnitte beschränkt. Die gute Zusammenarbeit zwischen Ökologen, Biologen und dem Unternehmen geht weit über den Rahmen der Studie hinaus und ist Grundlage für zukunftsorientiertes, verantwortungsvolles Handeln.